Die Geschichte der nassen Jeans fängt da an, wo auch die
Geschichte der Jeans anfängt: bei den Goldgräbern mitte
des neunzehnten Jahrhunderts. Generell gibt es zwei Methoden, Gold zu
gewinnen. Zm einen kann Gold in einem Bergwerk abgebaut werden, was
eine eher trockene und staubige Arbeit ist, zum anderen kann Gold
in Bächen und Flüssen geschürft werden, was eine Arbeit mit viel
Wasserkontakt ist.
Lange Zeit blieb es dabei, daß eine Jeans nur dann naß wurde, wenn es
sich beim Arbeiten so ergab. Erst als die Jeans mehr und mehr ins
Alltagsleben vordrang, änderte sich das. Findige Jeansfans erfanden
immer neue Methoden, ihre Jeans zu 'veredeln' und eine individuelle
Jeans zu formen, was es oft auch erforderte, in Jeans zu baden (siehe
auch 'shrink-to-fit'). Jeansfans begannen auch, ihre Jeans als zweite
Haut anzusehen, und wer zieht zum Baden oder Schwimmen seine Haut
aus ?

Bekanntes Bild mit Sabine Sinjen
Daß sich kurze Jeans, sogenannte 'Cutoffs', bestens als Badehose eignen,
wurde in der sehr bekannten Fernsehserie 'Flipper' vorgeführt, in der
die beiden menschlichen Hauptdarsteller zum Schwimmen ausschließlich nur
kurze Jeans tragen.

Bilder aus der Fernsehserie 'Flipper'
Seit mitte der 80er Jahre hat der Jeanshersteller Levis in seinen
Werbespots immer wieder gezeigt, daß Jeans und Wasser ganz gut
zusammenpassen. Auch von anderen Jeansherstellern wurden nasse
Werbespots produziert, die aber bei weitem nicht die Beliebtheit
der Levis-Werbespots erreichten.


Aus dem 'Picknick'-Werbespot von Levis
Ab ca. 1980 begann ein großer Windsurf-Boom, was dazu führte, daß
sich auch typische Surfer-Kleidung, also bis zu knielange Shorts, mehr
und mehr als Badehose durchsetzte. Der Schritt von Shorts zur kurzen
Jeans ist nicht groß, so daß man inzwischen an Badeseen und Stränden
(seltener in Schwimmbädern) immer häufiger Jeans als Badehose zu
sehen bekommt.
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